Unsere Verantwortung fängt im Ursprung an

Ob Tee, Schokolade oder Gebäck: Wer im Supermarkt die Regale studiert, dem springt bei vielen Produktverpackungen ein Siegel ins Auge – UTZ Certified. Aber was genau verbirgt sich dahinter? Seit 2016 haben wir uns dieser Frage gestellt und seit 2018 erweitern UTZ-Produkte unser vielfältiges Produktsortiment.

UTZ ist eine Stiftung mit Hauptsitz in Amsterdam und vergibt Label für nachhaltige und sozialgerechte Landwirtschaft, die bessere Zukunftsaussichten und Bedingungen für Bauern erzielen soll. Der Label-Name „UTZ“ bedeutet dabei „gut“ in der Maya-Sprache Quiché. Die Stiftung widmet sich der Rückverfolgung und Kennzeichnung von Produkten. Im Kräuter- und Früchtetee-Bereich hat sich die Stiftung 2015 mit der Non-Profit-Organisation Union for Ethical Biotrade (UEBT) zusammengetan. Beide Organisationen vereinen ihre Stärken im Programm: Die UEBT bringt ihre Kompetenz und ihre Erfahrungen zum Thema Umwelt & Biodiversität ein und wickelt die Zertifizierung der Lieferketten operativ ab. Das UTZ Traceability-System überwacht die Rückverfolgbarkeit der Rohstoffe. Ziel der Kooperation ist es, einen Standard für mehr Nachhaltigkeit im Kräutertee-Segment zu etablieren und sich dabei auf die Zertifizierung von Lieferketten zu konzentrieren.

Wir bei der Worlée NaturProdukte GmbH arbeiten mit Landwirten und Sammlern sehr eng zusammen und investieren in die Schaffung nachhaltiger Lieferketten für Kräuter- und Früchtetee-Zutaten. Gemeinsam mit den Lieferanten vor Ort haben wir diverse Anbauplantagen in Nordafrika und auf dem Balkan bereits nach UEBT/UTZ-Standard zertifizieren lassen.

Unsere UEBT/UTZ-Projekte

Anbauprojekt im Kollektiv – Kamille, Pfefferminze & Co aus Nordafrika

Eines unserer UEBT/UTZ-Projekte findet in Kooperation mit einem Lieferanten aus Nordafrika statt. Der Anbau unserer pflanzlichen Produkte, wie Kamille, Pfefferminze, Zitronengras, Fenchel, Hibiskus, Ringelblume und Krauseminze, erfolgt hier im Zusammenschluss von 65 Kleinbauern in einer Kooperative.

Der Anbau durch die Kleinbauern erfolgt auf ökologisch bewirtschafteten Feldern. Über unseren Partner vor Ort unterstützen wir die Bauern im Projekt in ihrer täglichen Feldmanagementpraxis und beraten sie zu ihren individuellen Herausforderungen mit Blick auf Saat-, Dünge- und Pflanzenschutzmaßnahmen. Das Ziel unserer Initiative ist es, den Bauern dabei zu helfen, ihre Ernteerträge zu steigern, die Qualität ihrer Produkte zu verbessern, die biologische Vielfalt der Feldgebiete zu erhöhen, eine nachhaltige Nutzung der Natur zu gewährleisten und Lebensräume für Tiere und andere Pflanzen zu schützen.

Folgende Maßnahmen wurden konkret mithilfe unseres Agrarpartners umgesetzt:

  • Dokumentation der Feldmanagementpraxis und Erstellung einer Feldschlagkartei
  • Aufstellung eines Biodiversitätsaktionsplans 
  • Aufbau von Kapazitäten im Farmmanagement und administrative Aufgaben
  • Technische, individuelle Beratung auf dem Feld zu landwirtschaftlichen Herausforderungen
  • Training zur Herstellung von Kompost
  • Schulung für Bauern zur Erhaltung des natürlichen Lebensraums von Tieren und Pflanzen

 

Nachhaltige Wildsammlung von Salbei, Brombeerblättern & Co. auf dem Balkan 

Für unser UTZ-Projekt im Balkan lassen wir Salbei, Malven, Weißdorn, Brombeerblätter, Huflattich, Zitronenmelisse, Brennnesseln, Geißraute, Holunderbeeren und wilder Apfel in einer Höhe von über 1000 m und auf einer Fläche von 13.000 m² wild sammeln. Dazu arbeiten wir mit unserem Partner und Lieferanten sowie 25 lokal ansässigen Familien zusammen. Für eine nachhaltige Nutzung und Erhaltung der Lebensräume, sowie zur Wahrung unserer Qualitätsansprüche und der Sicherheit unserer Produkte unterstützen wir unseren Lieferanten in der Schulung und Weiterentwicklung der Sammlerfamilien mit unserem langjährigen Know-how.

Folgende Themen werden geschult:

  • Schutz der Ökosysteme und den Erhalt der Biodiversität,
  • Maßnahmen zum Schutz gefährdeter Arten, 
  • Techniken nachhaltiger Wildsammlung,
  • Rückverfolgbarkeit von Produkten und Transparenz entlang der Lieferkette,
  • Anforderungen an Lagerung, Trocknung, Verpackung und den Transport,
  • Anforderungen an die Risikominimierung organischer Verschmutzungen,
  • Pflanzenkunde zu Unkräutern, die toxische Pyrrolizidinalkaloide ausbilden, um die Wildsammler hierfür zu sensibilisieren und Vermischungen möglichst zu vermeiden,
  • Internationale Ziele einer nachhaltigen Entwicklung (Sustainable Development Goals - SDGs)

 

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